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Die Geschichte des Körler Musikzuges

 

Die Idee in Körle wieder einen Spielmannszug zu gründen entstand auf dem Kreis Feuerwehrtag im Juni 1959, als bei den Aufräumarbeiten zwei Trommeln gefunden wurden. 

 

Die Initiative zur Neugründung eines Spielmannszuges kam von den Spielkameraden Konrad Zimmermann, Peter Dieling und Konrad Dippel. Die drei Kameraden waren bereits vor 1933 aktive Musiker, als Körle noch über zwei Spielmannszüge verfügte. Mit noch vorhandenen Flöten und Trommeln konnte man die ersten Übungsstunden, welche reges Interesse fanden, unter der Leitung von Konrad Zimmermann aufnehmen. 

 

Zu diesem Zeitpunkt verfügte der neu gegründete Spielmannszug jedoch noch nicht über ausreichend Instrumente, sodass man sich für einen der ersten Auftritte in Oberzwehren Pauke und Becken vom Spielmannszug Malsfeld ausleihen musste. 

 

In den folgenden Jahren konnten mithilfe freundlicher Spender der Instrumenten bestand kontinuierlich erweitert werden. Außerdem beantragte Heinrich Schneider, in seiner Funktion als erster Vorsitzender des TSV Rot-Weiß Körle, einen Zuschuss für Sportgeräte, von dem eine Lyra angeschafft wurde. 1963 lösten Heinrich Hoffmann als Spartenleiter und Kurt Gerlach als Stabsführer Konrad Zimmermann ab, der aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat. 

 

Zur Sparte Spielmannszug zählten zu diesem Zeitpunkt 25 Spielleute. Im Jahre 1966 kamen dann einige Kameraden aus Körle und Umgebung mit ihren eigenen Blasinstrumenten hinzu und aus dem Spielmannszug wurde ein Musikzug. 

 

Nachdem man bisher nur nach Gehör und Griffen gespielt hatte, kam nun auch das Spielen nach Noten hinzu. Besonderer Dank geht hier Reinhard Kördel, der durch seinen Idealismus dem Spielmannszug eine neue Richtung gab. Zu seinen 10jährigen Bestehen feiert der Musikzug vom 13. bis 15. Juli 1969 „Das große Fest der Spielleute“, an dem 19 weitere Musik-und Spielmannszüge teilnahmen. 

 

Bei zahlreichen Veranstaltungen in nah und fern konnte der Musikzug, der jetzt 45 Spielleute zählte, gute Erfolge erzielen. 

Die Übungsstunden wurden in diesen Jahren von Konrad Zimmermann, Peter Dieling, Erich Clobes, Toni Winter und später Karl-Heinz Wölling und Axel Brede gestaltet.

 

1972 übertrug Heinrich Hoffmann die Spartenleitung an Karl-Heinz Wölling und übernahm 1974 die Stabsführung von Kurt Gerlach. 

 

Die Auftritte des Musikzuges wurden immer häufiger, woraus zu ersehen ist, dass er musikalisch gut ankam.

 

Nach dem 20-jährigen Bestehen des Musikzuges beschloss man einen geschulten Übungsleiter zu engagieren. 

Rolf Richter war hierfür der geeignete Mann. Unter seiner Leitung erlebte der Musikzug einen großen Aufschwung. 

Es wurden verschiedene neue Instrumente gekauft und Rolf Richter gab Unterricht für Anfänger und Fortgeschrittene auch außerhalb der Übungsstunden. Axel Brede wurde stellvertretender Übungsleiter und übernahm, auch die Stabsführung von Heinrich Hofmann, der aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegte.

 

Verschiedene Wochenendlehrgänge im Boglerhaus und in Willingen sowie eine Woche in Berlin konnten den Musikzug nicht nur musikalisch, sondern auch kameradschaftlich festlegen. Die freundschaftliche Verbindung mit der Musikvereinigung Frickenhausen brachte den Musikzug auch über die Landesgrenze nach Bayern. 

Im Februar 1984 übernahm Jürgen Deeg, damals Dirigent des Musikkorps des Bundesgrenzschutzes in Kassel, die Leitung der Übungsstunden. Der Musikzug mit seinen 45 aktiven Mitgliedern konnte auf 25 erfolgreiche Jahre zurückblicken. Dies wurde mit einem großen Musikfest vom 29. Juni bis 1. Juli 1984 gefeiert. Musikalisch unterstützt wurde man von Musikzügen aus der Umgebung sowie der Musikvereinigung Frickenhausen und der Trachtenkapelle Heustreu aus der Rhön. 

 

Das erste Frühschoppenkonzert veranstaltete der Musikzug im März 1985 in der Berglandhalle als musikalisches Dankeschön an alle, die den Musikzug zum 25-Jährigen Jubiläum, unter anderen mit Spenden, unterstützt hatten. Unter der Leitung von Jürgen Deeg überraschten die Musiker circa 300 Zuhörer mit einer gelungenen Mischung an Musik. Bei der „Grünen Woche (1986) in Berlin unterstützte der Musikzug die Gemeinde Körle bei ihrer Präsentation am Hessenstand.

 

Das dritte Frühschoppenkonzert 1987 lockte circa 800 Zuhörer in die damit voll besetzte Berglandhalle. Der Höhepunkt dieses Jahres war jedoch die Teilnahme am Hessentagsumzug in Melsungen, wo man an fünfter Stelle mitmarschierte. 

 

„30 Jahre Musikzug, 30 Jahre Musik in Körle Live“ war das Motto dann am 29. und 30. Oktober 1989, als man in der Berglandhalle das Jubiläum mit einem zünftigen Oktoberfest feierte. Weiß-Blaue Dekoration und bayerische Köstlichkeiten durften dabei natürlich nicht fehlen.

 

Bei der Jahreshauptversammlung 1990 gab Spartenleiter Karl-Heinz Wölling nach 18 Jahren sein Amt an Dirk Gröbner ab.

 

Im Januar 1991 teilte Jürgen Deeg mit, dass er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr dirigieren kann. Damit der Übungsbetrieb weiterlaufen kann, übernimmt Toni Winter den Taktstock.

Als nach einem Jahr feststeht, dass Jürgen Deeg nicht mehr als Übungsleiter zu Verfügung steht, gibt der Spatenvorstand eine Zeitungsannonce auf. Falko Spies meldete sich daraufhin und ist sofort bereit diese Aufgabe zu übernehmen.

 

Viel Spaß hatten 1993 die aktiven Musiker und Ihre Begleitung beim Weinfest in Bremm. Am Fuß des Calmont, Europas steilsten Weinberg, begann das Wochenende mit einem geselligen Abend im Weinkeller der Familie Franzen. Ein feucht-fröhlicher Festzug bildete den Abschluss einer erlebnisreichen Fahrt. Man beschloss daraufhin diese Fahrt alle zwei Jahre zu veranstalten.

 

Aus privaten Gründen musste Falco Spies den Musikzug verlassen. Ein Nachfolger war mit Heiko Jahnke, Musiker des Heeresmusikkorps Kassel, schnell gefunden. 

 

Leider musste man sich auch von ihm innerhalb eines Jahres wieder trennen. Somit stand wieder ein Übungsleiterwechsel an. Seit 1994 hat Reinhard Meissner diese Aufgabe übernommen und den Musikzug stetig vorangebracht.

 

Das 35-jährige Bestehen wurde als musikalischer Nachmittag auf dem Rathausplatz gefeiert.

Ein unvergessenes Erlebnis bleibt die Fahrt nach Champagne in Frankreich im Oktober 1996 anlässlich des Sauerkrautfestes. Natürlich durfte auch ein Abstecher nach Paris nicht fehlen, wo der Musikzug in unmittelbarer Nähe des Eiffelturms spielte.

 

Um die Nachwuchsarbeit auch in der Öffentlichkeit zu präsentieren, wurde ein Jugendorchester gegründet. Die jungen Musiker zeigten ihr können auf den Frühschoppenkonzerten und dem      40-jährigen Jubiläum des Musikzuges. 

 

Erstmals nahmen auch die Jugendlichen an musikalischen Lehrgängen teil. 

 

Da man in einem Verein die Gemeinschaft pflegen muss, entstand die Idee mal eine Probewoche durchzuführen. Das Ziel war die Nordseeinsel Sylt, wo der Westerländer Musikverein seinen Probenraum zur Verfügung stellte. Nach einer musikalisch erfolgreichen und insgesamt abwechslungsreichen Woche stand für alle Beteiligten fest, dass man so etwas wiederholen sollte. 

 

Eine weitere Premiere gab es im Herbst 2004. Um sich auch mal von einer anderen Seite zeigen zu können, gab der Musikzug sein erstes Kirchenkonzert in der Klosterkirche Breitenau in Guxhagen. Es war eine völlig neue Erfahrung, die allen Beteiligten Spaß machte. Durch die Initiative von Reinhard Meissner hatte der Musikzug im darauffolgenden Jahr einen Gastauftritt in seiner Heimatgemeinde Oberelsbach in der Rhön. Dort gestaltete man mit der Trachtenkapelle Oberelsbach deren alljährliches Osterkonzert. 

 

Beim Konzert auf dem Hessentag in Hessisch Lichtenau ließen die Fans ihren Musikzug natürlich nicht allein im Regen stehen. Zum Glück besserte sich das Wetter zum Festzug.

 

Gleich zwei Erfolge wurden im November 2006 erzielt. Das dritte Kirchenkonzert lockte mit 200 Zuhörern so viele an, dass die neue renovierte Körler Kirche voll besetzt war. Dieses Konzert machte Mut für das eine Woche später stattfindende Wertungsspielen im Rahmen des Landesmusikfestes in Mühlheim am Main. Dort nahmen die Musiker in der Leistungsklasse Unterstufe teil und belegten den ersten Platz. Bewertet wurde unter anderem fehlerfreies Vortragen, Dynamik, Tempo, Zusammenspiel der einzelnen Register sowie das gesamte Auftreten des Orchesters. 

 

 

2008 löste Reiner Wenzel den bisherigen Spartenleiter Dirk Gröbner ab.

 

 

 

 

 

 

 

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